Veranstaltungsreihe zur Kritik des Postnazismus




Vom 6. bis 24. Mai 2014 findet in Arnstadt, Ilmenau und Suhl die von uns mitorganisierte Veranstaltungsreihe zur Kritik des Postnazismus statt. Sie thematisiert das strukturelle und personelle Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie. Im Rahmen der Reihe gibt es Vorträge, eine Party und einen Stadtrundgang. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert vom Lokalen Aktionsplan des Ilm-Kreises sowie der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Termine, inhaltliche Hinführung zum Thema sowie weitere Hinweise wie eventuelle Raumänderungen gibt es auf der Sonderseite: www.postnazismus.tk

Zeitung zum Thema Antifaschismus/Antirassismus in Südthüringen erschienen



In Südthüringen geben unabhängige Antifaschist_innen seit einigen Jahren in unregelmäßigen Abständen Alerta-Infoflyer heraus. Aus diesem Projekt soll nun eine kontinuierlich erscheinende Zeitung werden, die über Nazistrukturen und faschistisches Gedankengut in der Region aufklärt sowie den Blick auf die Verhältnisse erweitert, in denen Naziideologie und -strukturen gedeihen. Die erste Ausgabe gibt es hier:



05.-15. November 2013: Veranstaltungsreihe zur Kritik des Volkstrauertages und der deutschen Gedenkpolitik in Gotha



Dienstag, 05. November 2013 - 19 Uhr, KubiXX (Blumenbachstr. 5)
Wider das Vergessen - Über die Bedeutung von Erinnerungsarbeit

Mehr als 68 Jahre nach der militärischen Niederlage Deutschlands drohen die Gräueltaten der Nazi-Barbarei wie überhaupt der Charakter der faschistischen Herrschaft in Vergessenheit zu geraten. Es leben nur noch wenige Überlebende - längst ist es an der zweiten und dritten Generation, den Nachfahren der Widerstandskämpfer_innen und Ermordeten, gegen das Vergessen anzukämpfen. Einige von ihnen mahnen und erinnern unermüdlich. Zu ihnen gehört Elke Pudszuhn. Elke ist Vorsitzende des Thüringer Verbandes der Verfolgten des Nazi-Regimes/Bund der Antifaschist_innen (TVVdN/BdA). Sie berichtet im Gespräch über Bedeutung von Erinnerungsarbeit und über ihre eigene Erinnerungspraxis bzw. die ihres Verbandes.


Mittwoch, 06. November 2013 - 19 Uhr, Ju.w.e.l. (Hersdorfstr. 15)
Erinnern, Vergessen, Verdrängen - Deutsches Erinnern an den Nationalsozialismus

Die "Aufarbeitung deutscher Geschichte" verbindet immer wieder nationale Ideologie mit der Idee der Versöhnung. Neben die fortwährende Stilisierung der Deutschen als Opfer tritt seit den 90ern auch die Integration von Auschwitz in die deutsche "Erinnerungsarbeit". Die Verantwortungsübernahme für den Holocaust adelt die Nation geradezu, und im Umgang mit den Opfern hat man Strategien entwickelt, diese zum Nutzen der deutschen Wiedergutwerdung einzuspannen. Diesem vorerst letzten Kapitel der Geschichte deutscher "Erinnerungskultur" gingen Phasen des Verschweigens und Verdrängens voraus. Der Vortrag der Jugend-, Aktions- und Projektwerkstatt (JAPS) aus Jena beleuchtet den Wandel und die Kontinuitäten der "Erinnerungskultur" in Deutschland und deckt auf, welche Rolle der 'Volkstrauertag' dabei spielt.


Dienstag, 12. November 2013 - 19 Uhr, Gewerkschaftsladen (Hauptmarkt 47)
Die Rolle des modernen Antisemitismus für die deutsche Vergangenheitsbewältigung

Seit der Shoah, der fast vollständigen Vernichtung des europäischen Judentums durch die Deutschen, muss sich jede_r Antisemit_in zum potentiell eliminatorischen Charakter der eigenen Ideologie verhalten. Dies führte zu Veränderungen im Auftreten des modernen Antisemitismus. Heute wird u.a. von einem sekundären, auf Auschwitz folgenden, Antisemitismus gesprochen. Der Vortrag des Club Communism (CC) soll einführend die Varianten jenes sekundären Antisemitismus vom Revisionismus über die Schuldumkehr bis zum antizionistischen Antisemitismus darstellen. Schwerpunkt der Darstellung soll dabei auch sein, welche Funktion "Vergangenheitsbewältigung" für die Antisemit_innen einnimmt und vor welche Schwierigkeiten dies das Gedenken an die Shoah stellt.


Freitag, 15. November 2013 - 19 Uhr, Ju.w.e.l. (Hersdorfstr. 15)
Der Widerstand gegen Naziaufmarsch und Volkstrauertag in Friedrichroda

Zwei Tage vor dem Volkstrauertag und der Antifa-Demo gegen Naziaufmarsch und deutsches Gedenken in Friedrichroda berichtet das Antifa-Bündnis Gotha über die Spezifik des Gedenktages in der Kleinstadt und gibt letzte Infos für (Un-)Organisierte und Interessierte. Im Anschluss gibt es noch die Möglichkeit den Abend in Einzelgesprächen, an der Bar oder beim Kickern ausklingen zu lassen.


Die Veranstaltungsreihe wird gefördert durch das JugendbildungsNetzwerk bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Weitere Informationen unter: www.volkstrauertag-abschaffen.tk

01./02. November 2013: Antifaschistischer/Antirassistischer Ratschlag in Suhl




Anfang November findet in Suhl endlich der antifaschistische & antirassistische Ratschlag statt, an dessen Organisation wir uns beteiligt haben. Im Rahmen des Ratschlages gibt es einen antifaschistischen Mahngang, Workshops, Vorträge, Diskussionen, Infostände und vieles mehr. Alle Infos unter www.ratschlag-thueringen.de

Meiningen: Filmvorführung »Noise and Resistance« und Diskussion



Nachdem im vergangenen Jahr der Film über die DIY-Punk&Hardcore-Szene schon in Suhl und Langewiesen gezeigt und diskutiert wurde, wird er am 24. September um 19:00 Uhr im Kunsthaus Meiningen (Ernestinerstraße 14) zu sehen sein. Gefördert wird die Veranstaltung durch den Lokalen Aktionsplan des Landkreises Schmalkalden-Meiningen.



Veranstaltungsreihe in Ilmenau, Januar 2013




Im Januar findet in Ilmenau eine Veranstaltungsreihe des Studierendenrates gegen Diskriminierung und Rassismus statt. Dabei gibt es u.a. zwei Veranstaltungen mit Referent_innen aus der Alternativen Jugend Südthüringen (AJSTH) und eine Veranstaltung mit Jörg Kronauer:

10.01. - 19 Uhr im Besprechungsraum Meitnerbau zum Thema "Rechte Burschenschaften" spricht Jörg Kronauer
In den 1970ern schien ihr Ende nahe. Studentenverbindungen - elitäre Traditionsvereine konservativer bis extrem rechter Prägung - gerieten durch den Modernisierungsschub an den Hochschulen gewaltig unter Druck. Ihr altertümliches Gehabe schien den gesellschaftlichen Verhältnissen nicht mehr angemessen. Spätestens in den 1990ern hat sich diese Tendenz grundlegend verändert. Ihr struktureller Konservatismus lässt sie angesichts des ungebrochenen Vormarsches reaktionärer Positionen in der deutschen Gesellschaft wieder zunehmend als attraktive Vereinigungen erscheinen.

29.01. - 19 Uhr im Besprechungsraum Meitnerbau zum Thema "Zur Kritik des Rassismus und Antisemitismus" spricht ein Vertreter der Alternativen Jugend Südthüringen (AJSTH)
Ein weit verbreiteter Irrtum besagt, Antisemitismus sei eine Form des Rassismus, die sich gegen die Juden richtet. Dieser Irrtum gründet ursächlich auf dem falschen Verständnis von beidem. Im Vortrag soll eine Kritik des Rassismus und Antisemitismus entworfen werden, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten genauso herausstellen soll wie die Genesis beider Ideologien aus dem Schoß der bürgerlichen Gesellschaft.

31.01. - 19 Uhr im Besprechungsraum Meitnerbau zum Thema "Nachleben des Nationalsozialismus anhand von Vertriebenenverbänden" sprechen Vertreter_innen der Alternativen Jugend Südthüringen (AJSTH)
Eine Kontinuität zum Nationalsozialismus lässt sich innerhalb des Bundes der Vertriebenen (BdV), dem Dachverband der deutschen Vertriebenenverbände, nicht nur auf personeller Ebene konstatieren (so wurde das erste Präsidium des BdV von ehemaligen Mitgliedern der NSDAP, SA und SS geführt), sondern auch ideologisch. Dieses Nachleben des NS, welches sich unter anderem in nationalistischen und revisionistischen Bestrebungen artikuliert, soll anhand der Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Interessen der Vertriebenenverbände im Vortrag nachgezeichnet werden.

Über die weiteren Veranstaltungen findet ihr Informationen beim Studierendenrat Ilmenau.

Langewiesen & Suhl: Filmvorführung »Noise and Resistance« und Diskussion



'Do it yourself' (DIY) heißt das Credo einer subkulturellen Bewegung, das vor allem in Punk- und Hardcore-Kreisen enorme Relevanz für das Handeln und Selbstverständnis der Menschen dieser Subkulturen hat. In dem Film »Noise and Resistance« spielt das DIY-Konzept eine zentrale Rolle, zudem werden auch Formen der Repression und Nazigewalt etwa in Russland dargestellt. Der Film soll am 21. November 2012 in Langewiesen in der Garage und am 22. November 2012 in Suhl im Grünen Haus, jeweils um 19:00 Uhr, gezeigt werden. Unterstützt werden die Veranstaltungen durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.



Zeitzeugenveranstaltungen zum 67. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald



Am 11. April 2012 jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald durch die Häftlinge und die 6. Panzerdivision der 3. US-Armee zum 67. Mal. Aus diesem Anlass und um die Erinnerung an die Verbrechen des deutschen Faschismus immer wieder dem Vergessen zu entreißen, organisieren Antifa-Gruppen aus Südthüringen Zeitzeuginnenveranstaltungen in Arnstadt und Suhl und einen Stadtrundgang in Ilmenau.

Um den Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald herum laden wir euch herzlich zu zwei Zeitzeuginnenveranstaltungen in Arnstadt und Suhl mit der Antifaschistin Elke Pudszuhn aus Zella-Mehlis ein. Elke ist Landesvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA). Sie wird über das Leben und den Widerstand, die Verfolgung und die KZ-Haft ihrer Eltern Hans und Else Raßmann in den Jahren 1933 bis 1945 berichten. Außerdem wird es in Ilmenau einen Stadtrundgang entlang der Stolpersteine geben. Eingeladen sind alle Interessierten. Nazis und andere Idioten sind von unseren Veranstaltungen ausgeschlossen.

Zeitzeuginnenveranstaltungen:

Arnstadt: 11. April 2012 - 19 Uhr, Linkes Jugendbüro (Zimmerstraße 6)
Suhl: 12. April 2012 - 19 Uhr, Volkshochschule (Ziegenbergweg 1, Aula)

Stadtrundgang entlang der Stolpersteine:

Ilmenau: 14. April 2012 - 13 Uhr, Startpunkt: Festhalle

Gedenkveranstaltung zum Jahrestag:

15. April 2012 - 13 Uhr
ehemaliger Appellplatz des KZ-Buchenwald

(Gefördert durch die Rosa Luxemburg Stiftung)



Arnstadt, Ilmenau: Veranstaltungsreihe gegen Antisemitismus




Am 27. Januar 2011 jährt sich zum 66. Mal die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Sowjetarmee. Der Tag, an dem die Rote Armee die letzten Überlebenden aus der größten deutschen Mordfabrik befreite, wird heute weltweit als Gedenktag für die Opfer des faschistischen Vernichtungswahns begangen. Ihm sind 6 Millionen Jüdinnen und Juden, tausende Antifaschistinnen und Antifaschisten und Menschen zum Opfer gefallen, die dem deutschen Wahn im Wege standen.

Zum Gedenken an dieses einmalige Verbrechen und im Sinne des kategorischen Imperativ Theodor W. Adornos, nämlich Denken und Handeln so einzurichten, "dass Auschwitz nicht noch einmal sei", wollen wir im Rahmen einer Veranstaltungsreihe in Ilmenau und Arnstadt Vorträgen lauschen, zusammen mit euch diskutieren und gemeinsam Filme schauen, die sich mit der Shoa und ihren Folgen befassen.

Zentrales Anliegen unserer Veranstaltungsreihe ist es, die Shoa nicht als einmaligen zivilisatorischen "Ausrutscher" begreifbar zu machen, sondern als ein Ereignis dessen ursächliche Bedingungen in dieser Gesellschaft wesentlich fortdauern. Die Sensibilisierung dafür, dass das, was war, in ähnlicher Weise wieder geschehen kann und dass hiergegen alle Kräfte zu richten sind, ist Ziel dieser Veranstaltungsreihe - ebenso, wie die Ursachen für Antisemitismus aufzudecken und so zu dessen Aufhebung beizutragen.

Zu unseren Veranstaltungen sind alle Interessierten herzlich eingeladen, mit Ausnahme von Nazis, Rassisten, Antisemiten, Nationalisten und Menschen, die der sogenannten Extremismus-Theorie anhängen und so das Andenken an die Opfer des Faschismus beschädigen. Alle Veranstaltungen sind kostenlos und barrierefrei. Wir freuen uns auf euer Kommen!

Die Veranstaltungsreihe wird organisiert von der Antifaschistischen Aktion Arnstadt / Ilmenau in Zusammenarbeit mit der Alternativen Jugend Südthüringen. Für Unterstützung bedanken wir uns beim StuRa der TU Ilmenau, dem Wahlkreisbüro Berninger in Arnstadt, der Linksjugend Thüringen und den Falken aus Erfurt.

Termine und mehr Infos hier.

Ilmenau, Suhl: "Warum Israel" - Filmvorführung und Diskussion



Im Rahmen des am 27. Januar 2010 stattfindenden Holocaust-Gedenktages präsentieren wir in Zusammenarbeit mit dem Linksjugendbüro Saalfeld, der Jungen Gemeinde Stadtmitte Jena und der DGB-Jugend Erfurt den Film von Claude Lanzmann "Warum Israel" und freuen uns auf eine anschließende Diskussion.

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das nationalsozialistische Vernichtungslager Auschwitz. Das KZ gilt heute als Inbegriff der barbarischen deutschen Praxis des Antisemitismus, der sich als Einstellung jedoch weder räumlich auf Deutschland noch zeitlich auf den Nationalsozialismus beschränkt.

Mit der Gründung des Staates Israel 1948 entstand nicht nur ein notwendiger Schutz- und Fluchtraum für Juden und Jüdinnen aus aller Welt. Seit dem hat sich das Gesicht des Antisemitismus verändert. Oftmals versteckt er sich heute hinter einer Kritik am Staat Israel, welche diesem das Existenzrecht abspricht oder mit dem nationalsozialistischen Deutschland vergleicht.

1973 veröffentliche der Résistance-Kämpfer und Sartre-Weggefährte Claude Lanzmann sein Filmdebüt "Warum Israel". Auf der Spur der Errungenschaften und Widersprüche des jungen Staates lässt der Film verschiedene in Israel lebende Menschen zu Wort kommen: Einwanderer, Arbeiter, Intellektuelle, Dockarbeiter, Polizisten und Gefängnisinsassen. Mit Humor und viel Empathie werden vielfältige Gründe für die Notwendigkeit der jüdischen Nation dargestellt, die bis heute nicht an Bedeutung verloren haben:

Im Oktober 2009 verhinderten linke Antisemiten in Hamburg die Vorführung dieses Filmes - eine "weltweit einmalige" (Lanzmann) Gewaltaktion, bei der Veranstalter und Gäste unter anderem als "Judenschweine" beschimpft worden.

Aus Anlass des Holocaustgedenktages 2010 und als Protest gegen jede Form des Antisemitismus präsentieren wir den Film "Warum Israel" in den Südthüringer Städten Suhl und Ilmenau. Außerdem wird er in Saalfeld, Jena und Erfurt gezeigt.

Termine:

25.01.2010 - 19 Uhr - Ilmenau: TU Ilmenau Humboldt-Hörsaal

26.01.2010 - 19 Uhr - Suhl: Alternatives Jugendzentrum "Grünes Haus", Gothaer Str. 105

27.01.2010 - 19 Uhr - Erfurt: Filler, Schillerstr. 44

28.01.2010 - 19 Uhr - Saalfeld: Haskala, Saalstr. 38

29.01.2010 - 19 Uhr - Jena: JG-Stadtmitte, Johannisstr. 14

Bundestagswahl: Thüringer NPD mit Stimmverlusten




Deutschlandweit liegt die Thüringer NPD zwar an dritter Stelle im Bundesländervergleich, hinter Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, wo die NPD ja bereits im Landtag sitzt, im Vergleich zu den vorhergehenden Wahlen verlor sie allerdings einige tausend Stimmen. Auch das Stimmergebnis der Republikaner ging drastisch zurück.

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Thüringen: NPD nach Wahlniederlage gelähmt / kein Bundestagswahlkampf


4,3 Prozent der Stimmen zur Landtagswahl am 30. August 2009 reichten der NPD nicht zum Einzug in den Thüringer Landtag. Seitdem ist es still geworden um die Partei. In einer kurzen Stellungnahme versprach die Thüringen-NPD "in den kommenden vier Wochen einen engagierten Bundestagswahlkampf " zu betreiben. Davon kann heute keine Rede sein. Vieles spricht dafür, dass die parteiinternen Streitereien wieder aufflammen.

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Ilm-Kreis: NPD legt zu und liegt deutlich überm Landesergebnis




Im Ilm-Kreis konnte die faschistische NPD ihr Ergebnis von der Landtagswahl 2004 um das etwa 3,5-fache auf 4,8 Prozent steigern (2004: 1,4 %). Sie liegt im Ilm-Kreis zwar noch unter der 5-Prozentmarke, aber deutlich überm Landesdurchschnitt (4,3 %). In fünf Gemeinden gelang es der NPD sogar mehr als 10 Prozent der Wähler für sich zu mobilisieren. In einigen Orten scheint es der NPD sogar gelungen zu sein, ein Stammwählerpotenzial an sich zu binden.

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Schmalkalden-Meiningen, Suhl: NPD scheitert an 5-Prozenthürde




Die Auftritte der NPD in Suhl sollten sich nicht auszahlen. Lediglich 3,4 Prozent der Wähler_innen konnte die Partei mobilisieren. Thüringenweit war die NPD nur in Erfurt, Jena und Weimar schwächer. Im benachbarten Landkreis Schmalkalden-Meiningen lag die Partei exakt im Landesdurchschnitt mit 4,3 Prozent Zweitstimmenanteil.

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Landkreise Sonneberg und Hildburghausen: NPD unter 5 Prozent, kein Grund zur Entwarnung




Im Landkreis Sonneberg liegt die NPD bei den Landtagswahlen 2009 knapp über dem Landesergebnis. Nicht so im Landkreis Hildburghausen. Dort erzielte die faschistische Partei ein Ergebnis unter den Landesdurchschnitt. In keinem der Landkreise gelang ihr der Sprung über die 5-Prozentmarke. Trotzdem gibt es keinen Grund zur Entwarnung.

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Thüringer NPD verpasst Einzug in Landtag knapp




Mit einem Zweitstimmenergebnis von 4,3 Prozent verpassten die Thüringer Faschisten den Einzug in das Landesparlament um nur 0,7 Prozent. Wer den Wahlkampf der NPD verfolgt hat, den wird das verwundern, denn die Partei lieferte in Thüringen eine kostenintensive Materialschlacht wie nie zuvor. Nun gesteht sie sich sogar ihre Niederlage ein.

Eine Auswertung des NPD-Wahlkampfes und eine Einordnung des Ergebnisses findet ihr hier.
Die detaillierten Ergebnisse für eure Gemeinde, Stadt oder Kreis gibt es beim Landeswahlleiter.

Antifaschistische Kampagne gegen den Wahlkampf der NPD




Am 30. August 2009 findet in Thüringen die Landtagswahl statt. Im Vorfeld dieser veranstalten einige antifaschistische Südthüringer Initiativen eine Kampagne gegen den Wahlkampf der neofaschistischen NPD. In einer Broschüre, die ihr hier in der Online-Variante findet und gedruckt bei uns bestellen oder abholen könnt, üben wir zudem Kritik an der Demokratie und der kapitalistischen Gesellschaft. Dort erfahrt ihr, wie sich das menschenfeindliche Weltbild der NPD zusammensetzt, wie es zum Aufstieg der Thüringer NPD kam und welche Erfahrungen unsere Genoss_innen aus Sachsen mit den Neonazis in Parlamenten machen mussten. Außerdem haben wir euch einige Tipps zum Aktiv-werden bereitgestellt. Wir rufen euch auf, euch kreativ und offensiv am Widerstand gegen die NPD zu beteiligen.

Alle weiteren Infos findet ihr auf unserer >>> Sonderseite <<<.

Verhindern wir den Einzug der Faschisten!

Kommunaler Initiativpreis 2007 für antifaschistische Kampagne




Die antifaschistische Kampagne "... den Wald vor lauter Bäumen nicht?!" wurde am vergangenen Samstag mit dem 3. Preis für kommunales Engagement des Kommunalpolitischen Forums Thueringen e.V. (KOPOFOR) ausgezeichnet.

In der Laudatio würdigte die Landtagsabgeordnete Sabine Berninger die organisierenden Jugendlichen für ihr Engagement gegen die menschenfeindlichen Zustände in Südthüringen und betonte, dass die Antifaschist_innen ihre Veranstaltungen oft gegen den Widerstand von Neonazis, aber auch von Verantwortlichen der Städte durchsetzen mussten.
Erwähnt wurde hier nochmal der Bürgermeister Arnstadts Hans-Christian Köllmer, der den Neonazis das Wort redete und versuchte den Start der Kampagne in Arnstadt zu verhindern.

Ebenfalls verwiesen wurde auf die erstellte Broschüre und ihren nachhaltigen Effekt in Sachen Aufklärungsarbeit.

*Hier klicken um die Urkunde anzusehen*

Broschüre der Kampagne "... den Wald vor lauter Bäumen nicht?!" - kurze Vorstellung


Nach langer Zeit der Ankündigung und des Wartens erschien in den vergangenen Wochen die versprochene Broschüre zur gleichnamigen Kampagne. Gerne geben wir euch eine oder mehrere Print-Ausgaben und freuen uns über eure Hilfe beim Verteilen. Außerdem gibt es eine Onlineausgabe.

Die Kampagne "..den Wald vor lauter Baeumen nicht?! - Nazistrukturen abholzen, den rechten Konsens brechen" klärte von Mai bis Juli 2007 in insgesamt 13 Veranstaltungen in vier Südthüringer Städten über Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus, Nazi-Symbolik und Nazistrukturen in Südthüringen auf. Nach Informations- und Diskussionsveranstaltungen bildeten Infokundgebungen im Juli das vorläufige Ende.

Doch um dieser bedeutenden Thematik die notwendige Nachhaltigkeit zu verleihen, wurde in den vergangenen Monaten eine Broschuere erstellt. Inhaltlich geboten werden nicht nur aktuelle Recherchen zu Neonazistrukturen in Südthüringen. Auch Hintergründe zu Problemen wie Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus werden behandelt. "Wir wollen versuchen, Ansatzpunkte zum hinterfragen und zum Überdenken des eigenen Handelns sichtbar zu machen.", heißt es in der Broschüre.

Auch wenn die kostenlose Broschüre einen verstaerkten Fokus auf Jugendliche legt, ist sie dennoch für Menschen jeglichen Alters oder sonstigen Kriterien lesenswert. Damit soll sie auch ein weiterer Schritt sein, um antifaschistische Arbeit in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Und das Bewusstsein um die Gefahr des Rechtsextremismus auszubauen.

Hiermit sollen auch alle Menschen dazu aufgerufen werden, sich ab der Verbreitung dieser Broschüre aktiv zu beteiligen. Verteilt sie an Schulen. Legt sie in eure Bibliotheken oder Buchläden. Überlegt auch selbst wo es Möglichkeiten gibt diese Broschüren möglichst weit und sinnvoll zu streuen.

Bestellen und abholen könnt ihr die Broschüre bei uns. Meldet euch einfach per Mail. Eine Online-Ausgabe gibt es ebenfalls im Internet.

Abzuholen ist sie bisher nach Absprache im Infoladen Arnstadt. Gerne können wir auch andere Orte vereinbaren.

Ende der Kampagne - kurze Auswertung


Mit der Kampagne "..den Wald vor lauter Baeumen nicht?! - Nazistrukturen abholzen, den rechten Konsens brechen" klärten die Jugendinitiative Alternative Jugend Südthüringen (AJSTH) in Zusammenarbeit mit der Antifaschistischen Gruppe Südthüringen (AGST) und engagierte Einzelpersonen über Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus, Nazi-Symbolik und Nazistrukturen in Südthüringen auf. Im Zeitraum von Anfang Mai bis Ende Juli wurden insgesamt 13 Veranstaltungen in den vier Thüringer Städten: Arnstadt, Meiningen, Suhl und Zella-Mehlis organisiert.

Die Kampagne war in drei Veranstaltungsblöcke geteilt. Die Infoveranstaltungen zu rechtsextremen Codes und Nazistrukturen bildeten im Mai den ersten Block. Den Teilnehmer_innen wurden Informationen zu regionalen und lokalen Nazistrukturen, speziell für die jeweilige Stadt, geboten. Im Anschluss folgte ein Vortrag eines Vertreters der "mobilen Beratung Thüringen: für Demokratie - gegen Rechtsextremismus" (MOBIT) über die neuen rechtsextremen Codes und Symboliken. Das Interesse an dieser Veranstaltung war in Zella-Mehlis so groß, dass eine 13. Veranstaltung eingeplant wurde, in der noch einmal der Vertreter von MOBIT eingeladen wurde.
Im Juni begann der zweite Block mit Diskussionen zu rechtsextremen Strategien und Gegenwehr. Ein Vortrag zu Deutschlandpakt, Wortergreifungsstrategie und anderen Strategien der Neonazis eröffnete die Diskussion mit den Anwesenden. Die Veranstaltungen wurden durch einen Vortrag über Antisemitismus, Nationalismus und Rassismus abgerundet.
Den dritten Block bildeten Infokundgebungen im Stadtzentrum der vier Südthüringer Städte im Juli. Mit Infomaterial, Redebeiträgen, Transparenten und Musik wurden die Bürger_innen auf die Probleme ihrer Stadt hingewiesen. Auch Gastredner_innen von Parteien und Gewerkschaften kamen zu Wort.

Die Kampagne passte den Neonazis in Südthüringen anscheinend gar nicht in den Kram. Sie versuchten wiederholt Veranstaltungen zu stören, indem sie versuchten Veranstaltungen anzugreifen oder einfach durch ihr Auftreten und das Fotografieren der Teilnehmer_innen diese einzuschüchtern. Das Spektrum reichte dabei von lokalen Schlägernazis und NPD-Kadern über "freie" Kameradschaften bis hin zu sogenannten "autonomen" Nationalisten.

Das Gesamtfazit fällt positiv aus. Mit der Kampagne konnten mehrere hundert Personen erreicht werden und die oft rege Beteiligung an den Infoveranstaltungen und Diskussionen zeigt, dass in der Region Interesse an antifaschistischer Aktivität besteht. Während der Kundgebungen konnte viel Infomaterial an Teilnehmer_innen und Interessierte verteilt werden.

Den Wald vor lauter Bäumen nicht?! Viele Südthüringer_innen (wenn auch keine gesellschaftliche Mehrheit) haben gezeigt, dass sie sehr wohl noch den Wald im Blick haben und sich nicht von den bürgerlichen Phrasen der Neonazis täuschen lassen, aber auch nicht auf die rechten Denkmuster innerhalb der Gesellschaft hereinfallen wollen. Nichts destotrotz kann unsere Arbeit erst ihr Ende finden, wenn Begriffe, wie Nationalstolz, Volk und Nation keine Bedeutung mehr für das Leben der Menschen haben und alle Formen von Diskriminierung und Unterdrückung verschwinden.

In diesem Sinne: Gegen Nationalismus und Rassismus - Fuer ein Leben ohne Grenzen!

"... den Wald vor lauter Bäumen nicht?!"


Nazikonzerte, rassistische Gewalt, selbstbewusst auftretende Nazis im Stadtbild, rechte Saalveranstaltungen, Ladengeschäfte am rechten Rand, neofaschistische Kundgebungen und Infostände, antisemitsiche Schmierereien, große Nazi-Gruppen auf Dorf- und Stadtfesten: auch dies gehört zum traurigen Alltag in Südthueringen. Eine konsequente und effektive Handlungsperspektive gegen die rechten Umtriebe kann nur mit dem Hintergrundwissen über lokale und überregionale Nazi-Strukturen, rechte Kader_innen, deren Treffpunkte und Szene-Codes entwickelt werden.
Bei acht Veranstaltungen und vier Info-Kundgebungen in vier Südthüringer Städten versuchen daher die Alternative Jugend Südthüringen [AJSTH] und die Antifaschistische Gruppe Südthüringen [AGST] einen Überblick der regionalen Nazi-Szene und deren Codes, sowie Ansatzpunkte für eine Politik, welche dem erstarkenden Rechtsextremismus entgegenwirkt, zu geben, sodass der Wald vor lauter Bäumen nicht aus den Augen verloren wird.

Infoveranstaltungen zu rechtsextremen Codes und Nazistrukturen

Suhl - 03.05.2007, 19.00 UHR, Jugendclub Nordlicht (Kornbergstrasse 7)*
Meiningen - 11.05.2007, 19.00 UHR, Volkshochschule (Klostergasse 1)*
Arnstadt - 24.05.2007, 19.00 UHR, Stadthalle (Brauhausstrasse 1-3)*
Zella-Mehlis - 31.05.2007, 19.00 UHR, Brgerhaus (Louis-Anschütz-Str. 28)*

Diskussionen zu rechtsextremen Strategien und Gegenwehr

Arnstadt - 14.06.2007, 19.00 UHR, Stadthalle (Brauhausstrasse 1-3)*
Meiningen - 15.06.2007, 19.00 UHR, Volkshochschule (Klostergasse 1)*
Suhl - 21.06.2007, 19.00 UHR, Jugendclub Nordlicht (Kornbergstrasse 7)*
Zella-Mehlis - 28.06.2007 , 19.00 UHR, Brgerhaus (Louis-Anschütz-Str. 28)*

Info-Kundgebungen

Arnstadt - 06.07.2007, 16.00 UHR, Fußgängerzone/Hopfenbrunnen*
Zella-Mehlis - 13.07.2007, 16.00 UHR, Mehlis Markt*
Meiningen - 20.07.2007, 16.00 UHR, Marktplatz*
Suhl - 27.07.2007, 16.00 UHR, Dianabrunnen*


*Wir behalten uns raeumlliche und terminliche Änderungen vor.

Selbstverständnis


Die Alternative Jugend Südthüringen (AJSTH), als Initiative gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Neonazismus sieht sich in der Tradition der historischen Antifaschistischen Aktion der Weimarer Republik und des antifaschistischen Widerstands zur Zeit des Faschismus in Deutschland.
Die AJSTH setzt sich aus überwiegend jungen Menschen aus verschiedenen politischen Spektren und Strukturen zusammen. Ziel ist es nicht nur den aufkeimenden Faschismus zu bekämpfen, sondern auch nationalistische, antisemitische und rassistische Tendenzen in Politik und Gesellschaft.
Die AJSTH versteht sich als unabhängige Initiative, d.h. wir sind keinen Parteien oder Vereinen unterstellt oder verstehen uns als deren Jugendorganisation. Wir arbeiten unabhängig als Gruppe, in Bündnissen oder in Arbeitskreisen.
Unsere Kampagne unter dem Motto "Den Wald vor lauter Bäumen nicht ... ?! Nazistrukturen abholzen, den rechten Konsens brechen" wurde gefördert durch das Aktionsprogramm "Jugend fuer Europa". Die Kampagne "Ihr kommt uns nicht ins nächste Level" wurde durch die Amadeu Antonio Stiftung gefördert. Wir arbeiten eng mit der Antifaschistischen Gruppe Südthüringen und vielen hilfsbereiten Einzelpersonen in unserer Region zusammen.

"Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel." (Schwur der befreiten Häftlinge des KZ Buchenwald)

Seite ist online


Die Alternative Jugend Südthüringen hat es nun auch endlich mit einer eigenen Homepage ins WWW geschafft. Wir möchten euch auf unseren Seiten einen Einblick in unsere Arbeit geben und euch auf dem Laufendem halten.
Für das Jahr 2007 können wir euch versprechen: wir haben viel zu tun.
Packen wir's an!